Lebender Weidenzaun selbstgemacht

Eines schönen Herbsttages fanden sich einige kreative Hobbygärtnerinnen in der spür.sinn Zentrale am Waidhofner Eckkholz ein, um die Kunst des Weidenflechtens zu lernen. Bernhard Haidler, Referent der Aktion Natur im Garten und ein wahrer Weidenprofi, zeigte auf Einladung der Vereine spür.sinn und Stadt. Land. Leben., was mit den biegsamen Hölzern so alles möglich ist und worauf beim Bau eines lebenden Weidenzaunes zu achten ist.

Gestärkt mit frischem Most und knackigen Nüssen, legten die Teilnehmerinnen selbst Hand an. Die Weiden wurden geputzt und auf die richtige Länge gestutzt. Mit Spaten und Setzeisen gingen die Damen zu Werke, unterstützt von eifrigen Kinderhänden. Rute für Rute entstand ein ansehnliches Jägerzaun-Muster aus Weiden, das mit kreativen Bögen abgeschlossen wurde. Am Ende des Tages zierte ein kunstvoller Weidenzaun den Eingang des spür.sinn „Sacherls“, der im kommenden Frühling kräftig und grün sprießen wird. Das Beste an dem lebendigen Kunstwerk: Es kostet nichts außer ein wenig Zeit und Muße und bildet einen schönen Sichtschutz im Naturgarten.

 

Ab ins Beet!

Weidengeflechte haben im Mostviertel eine lange Tradition. Die verschiedenen Flechtwerke sind nicht nur praktische Alltagshelfer, sondern authentische Schmuckstücke für Haus und Garten. Wie ein geflochtenes Hochbeet entsteht, zeigte Bernhard Haidler (Natur im Garten) den zahlreichen Teilnehmern beim Stadt. Land. Leben. Kurs “Weidenhochbeet selber bauen”. Sie hämmerten, schraubten, flochten und waren vom eigenen Werk hellauf begeistert.

Ein paar Tipps vom Garten-Profi: Für ein ca. zweieinhalb Meter langes Beet braucht es rund 200 Weidenruten, die um Lärchensteher geflochten werden. Besonders wichtig beim Bau eines Weiden-Hochbeetes ist die Bedeckung des Bodens mit einem Wühlmausgitter, damit sich die kleinen Nager im Hochbeet nicht häuslich einrichten. Befüllt wird das Weiden-Beet in Schichten – mit sperrigen Zweigen unten, Gartenabfällen in der Mitte und Kompost- und Gartenerde als oberste Schicht. Vor der Bepflanzung braucht es etwas Geduld, denn die Erde sinkt im Laufe der ersten Wochen einige Zentimeter ein. Dann steht dem “Garteln” im Weidenhochbeet nichts mehr im Wege! Mehr Fotos vom Kurs gibt’s auf unserer Facebook-Seite.