Frischgedruckt

Bevor wir uns in die Weihnachts- und Babypause verabschieden, haben wir noch einmal tief in den Farbtopf gelangt und uns der uralten Tradition des Stoffdruckens mit Holzmodeln gewidmet. Kursleiterin Lore Hirtenlehner nennt eine feine Sammlung an Holzmodeln ihr Eigen, mit denen die Teilnehmerinnen echte Kunstwerke auf diverse Stoffe zauberten. Da wurden Decken, Pölster, Vorhänge, Schürzen, Servietten… gedruckt und so manche Dame mit dem Stoffdruckvirus infiziert.

Ob wir das bald wiederholen können? Ja gerne, im Herbst 2015, wenn das Stadt. Land. Leben. Baby seiner Mama wieder Ausgang gewährt :) Bis dahin: Frohes Schaffen, eine kreative Zeit, alles Liebe und natürlich FROHE WEIHNACHTEN!!

Jodeltag Klappe die 2.

Weil die Jodelbegeisterung im Ybbstal und drumherum kein Ende nimmt, wagten wir eine Neuauflage und waren prompt wieder ausgebucht. Ein buntes Publikum an Jodelbegeisterten – vom jungen Pärchen bis zum reifen Jodelhaudegen – fand sich rund um den Kachelofen in der Gaststube am Grasberg ein. Miteinand, gegeneinand, nacheinand hüpften die Adamsäpfel durch den Tag, geleitet von der allseits bekannten Grand Dame der Jodlerei Elisabeth Handl.

 

Dingl dangl, do brauchst a Schneid

Dingl dangl dingl dangl Wossamühl, es wocklt schon der Hammerstiel… Beim Stadt. Land. Leben. Sensenmähkurs in der Opponitzer Sensenmähschule Lueger war Millimeterarbeit gefragt. Und Geduld. Und Muskeln.

Denn nur wer beim Dengeln den Hammer richtig platziert, hat nachher beim Mähen seine Freude, weiß der geduldige Staatsmeister im Sensenmähen Johann Lueger. Wer den frischgebackenen Sensenmähmeistern bei der Arbeit zuschauen möchte, kann das auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/StadtLandLeben.

Zur Belohnung gab’s einen feinen Schweinsbraten, ein paar schöne Blasen auf den ungeübten Händen… und a gmahte Wiesen :)

Bayrisch aufg’spuit & ybbstalerisch g’sunga

Ein großartiger Abend für’s Gmiat war “bayrisch aufg’spuit und ybbstalerisch g’sunga” am vergangenen Freitag im Plenkersaal. Wir sind noch immer ganz sprachlos ob soviel musikantischem G’spür und helfen uns mit einen kurzen Foto-Rückblick…

Von kleinen und großen Buschen

Am “Schmerzhaften Freitag” vor dem Palmsonntag – so der Brauch – werden im Ybbstal die Palmbuschen gebunden. Einer, der dieses Brauchtum besonders gut beherrscht, ist der “Zillerbauer” aus Windhag. Dorthin pilgerten die Teilnehmer des Stadt. Land. Leben. Palmbuschenbindens und fabrizierten unter der Anleitung von Karl Huber wahre Schmuckstücke – von ganz klein bis ganz groß.

Das Binden selbst ist eine kleine Brauchtums-Wissenschaft für sich: 5 Sorten Sträucher – vom Segenbaum bis zum Buchs haben den Buschen zu zieren. Und auch mit den Äpfeln hat es eine besondere Tradition auf sich: Ein Apfel je Familienmitglied darf in den Buschen, der am Karfreitag (sofern noch genießbar :)) verzehrt wird. Die Spitze des Buschen zieren Stoffbänder in 5 verschiedenen Farben: Grün, gelb, rot, lila und weiß sollen sie sein und mit ihrer Symbolik die Vielfalt des Lebens wiederspiegeln. Ein kleines bisschen weiser und mit frischen Buschen beladen ging es nach Hause und am Sonntag in die Kirch zur traditionellen Palmbuschenweihe. Dann dürfen die Zweige in den Garten und auf’s Feld, wo sie das ganze Jahr über reiche Ernte und Glück bringen sollen.

 

 

Wenn unsre Arbeit Früchte trägt…

Lehrreich und sehr, sehr lustig wars am vergangenen Samstag beim Obstbaumschnittkurs mit Gerlinde Handlechner. Nach einer theoretischen Einführung ging es auf den Rabenberg, wo uns im Garten von Gerti und Erich Abfalter ein reich gedeckter Tisch und schnittbedürftige Obstbäume erwarteten. Nach einer ausgiebigen Mittagsjause gab es kein Halten mehr: Die Scheren schnitten, die Zweige fielen, der Schmäh rollte und lockte so manchen Zaungast herbei.

Eifrig wurde auf Saftwaage geschnitten, abgeleitet, ausgedünnt, verjüngt… bis am Ende die Teilnehmer mit schmerzendem Bizeps und Lachmuskeln von dannen zogen. Forsetzung folgt im nächsten Jahr. Dann wird veredelt und hoffentlich wieder genauso viel gelacht :)

Vom Schaf zur Clutch

Üppige Rohwollberge von allerlei Schäfchen türmen sich rund um uns. Dazu gibt’s Schafmilchseife, warmes Wasser, eine Handbrause, eine gummierte Unterlage und allerlei gute Ratschläge. Wir sind beim Stadt. Land. Leben. Filzkurs, der das uralte Handwerk des Nassfilzens ins Heute holt.

Cornelia Spiegl von der Mostviertler Filzwerkstatt ist ein echter Profi auf dem Gebiet. Sie hat sich ganz der Filzerei verschrieben und zeigt uns heute, wie wir aus den Schafwollbergen schicke Täschchen filzen. Sind Form und Farbe erstmal gewählt und die Schablonen mit feiner Wolle ausgelegt, steht ein mehrstündiges Workout auf dem Programm: Drücken, rollen, reiben, walken – bis die Schultern schmerzen und auch die letzte lose Faser kompakt verfilzt ist. Dann darf sich zumindest die Wolle im Essigbad entspannen. Ein paar letzte Handgriffe und die kunstvollen Werkstücke sind fertig zum Trocknen.

Was das Geheimnis dieses uralten Handwerks ist? “Geduld, Geduld und nochmal Geduld”, schmunzelt Cornelia Spiegl. Filzen entschleunigt, das stellen wir am Ende eines langen, kreativen Tages fest.  Erschöpft, aber zufrieden ziehen die Teilnehmerinnen mit ihren gefilzten Einzelstücken von dannen und einige versichern: Das war nicht das letzte Mal, wir kommen wieder :)

 

 

Umidraht beim Wirt

Bevor zu Kathrein die Tanzschuhe im Schrank verschwinden, wurde beim Offenen Volkstanzen im Gasthaus Schatzöd zu den Klängen der Nigloa Ziachmusi noch einmal fröhlich umidraht. Die tanzfreudigen Paare walzten, drehten, gallopierten, stampften unter der Leitung von Tanzmeister Franz Huber durch einen gelungenen Stadt. Land. Leben. Volkstanz-Abend. Am Ende waren nicht nur die Gäste aus der Steiermark erschöpft aber glücklich: Die weite Anreise hat sich gelohnt…

Schöne Töne

Hamduljo… stimmt Elisabeth Handl an und schaut erwartungsvoll in die Runde. Die Antwort kommt erst zaghaft, dann immer kräftiger, bis am Ende ein schon fast inbrünstiger Jodler erklingt. Willkommen beim Jodelabend des Vereins Stadt. Land. Leben., der am vergangenen Donnerstag beim Waidhofner Schlosswirt über die Wirtshausbühne gegangen ist.

Nacheinand, miteinand und gegeneinand jodelten sich die Teilnehmer vom Mostviertel in die Steiermark bis ins Salzburgerland. So mancher Ratschlag von Elisabeth Handl ist mehr als nur musikalischer Natur. Jodeln ist eine Lebensweisheit. Wer einmal begonnen hat, kann nur schwer wieder aufhören. Drum ist die lustige Runde dann an den Stammtisch in die Wirtsstube übersiedelt, wo noch „a ganze Weil g’sunga worn is“. Am Ende war man sich einig: Es soll einen Ybbstaler Jodler-Stammtisch geben. Interessierte melden sich bitte bei Antonia Pichler unter 0664/5302498 oder post@stadtlandleben.at. Holadareituljo!!

Lebender Weidenzaun selbstgemacht

Eines schönen Herbsttages fanden sich einige kreative Hobbygärtnerinnen in der spür.sinn Zentrale am Waidhofner Eckkholz ein, um die Kunst des Weidenflechtens zu lernen. Bernhard Haidler, Referent der Aktion Natur im Garten und ein wahrer Weidenprofi, zeigte auf Einladung der Vereine spür.sinn und Stadt. Land. Leben., was mit den biegsamen Hölzern so alles möglich ist und worauf beim Bau eines lebenden Weidenzaunes zu achten ist.

Gestärkt mit frischem Most und knackigen Nüssen, legten die Teilnehmerinnen selbst Hand an. Die Weiden wurden geputzt und auf die richtige Länge gestutzt. Mit Spaten und Setzeisen gingen die Damen zu Werke, unterstützt von eifrigen Kinderhänden. Rute für Rute entstand ein ansehnliches Jägerzaun-Muster aus Weiden, das mit kreativen Bögen abgeschlossen wurde. Am Ende des Tages zierte ein kunstvoller Weidenzaun den Eingang des spür.sinn „Sacherls“, der im kommenden Frühling kräftig und grün sprießen wird. Das Beste an dem lebendigen Kunstwerk: Es kostet nichts außer ein wenig Zeit und Muße und bildet einen schönen Sichtschutz im Naturgarten.