Von kleinen und großen Buschen

Am “Schmerzhaften Freitag” vor dem Palmsonntag – so der Brauch – werden im Ybbstal die Palmbuschen gebunden. Einer, der dieses Brauchtum besonders gut beherrscht, ist der “Zillerbauer” aus Windhag. Dorthin pilgerten die Teilnehmer des Stadt. Land. Leben. Palmbuschenbindens und fabrizierten unter der Anleitung von Karl Huber wahre Schmuckstücke – von ganz klein bis ganz groß.

Das Binden selbst ist eine kleine Brauchtums-Wissenschaft für sich: 5 Sorten Sträucher – vom Segenbaum bis zum Buchs haben den Buschen zu zieren. Und auch mit den Äpfeln hat es eine besondere Tradition auf sich: Ein Apfel je Familienmitglied darf in den Buschen, der am Karfreitag (sofern noch genießbar :)) verzehrt wird. Die Spitze des Buschen zieren Stoffbänder in 5 verschiedenen Farben: Grün, gelb, rot, lila und weiß sollen sie sein und mit ihrer Symbolik die Vielfalt des Lebens wiederspiegeln. Ein kleines bisschen weiser und mit frischen Buschen beladen ging es nach Hause und am Sonntag in die Kirch zur traditionellen Palmbuschenweihe. Dann dürfen die Zweige in den Garten und auf’s Feld, wo sie das ganze Jahr über reiche Ernte und Glück bringen sollen.