Süßer Herbst

Wahrlich ans “Eingemachte” ging es beim Stadt. Land. Leben. Kurs am vergangenen Donnerstag. Die bunte Vielfalt an herbstlichen Früchten wanderte unter der fachkundigen Anleitung von Cäcilia Übellacker (LFS Unterleiten) in spannenden Kreationen ins Einmachglas. Zuvor wurden die Teilnehmerinnen in die wichtigsten Regeln der “Einmach-Kunst” eingeführt und erhielten wertvolle Praxistipps.

Dann wurden eifrig Rezepte studiert und die Kochlöffel geschwungen: Da traf sich feiner Kürbis mit saftigen Äpfeln, Zucchini mit Birne und Holunder mit Beeren im Marmeladeglas. Da vereinten sich Zwetschke und Walnuss, Paradeiser und Chili zu würzigen Chutneys und wurden Birnen in winterlicher Rotweinsauce eingelegt. Mit süßer Beute, feinen Rezepten und unzähligen Inspirationen traten die Teilnehmerinnen den Heimweg an.

Jodel-Paradies

Taunass kitzelt das saftige Gras die Zehen. Die Sonne blinzelt durch die knorrigen Obstbäume. Ringsum läuten die Kuhglocken. Fast ein bissl kitschig, die Alm-Szenerie vor dem Gasthaus am Grasberg – da geht der erste freudige Juchizer ganz von selbst über die Lippen.

Bunt gemischt ist die 16-köpfige Truppe, die sich am Hausberg der Waidhofner beim Stadt. Land. Leben. Jodeltag eingefunden hat – zum Jodeln nach Herzenslust und unter Anleitung von Elisabeth Handl. Aufgewärmt wird nicht etwa mit einem Schnapserl, sondern mit kräftigen Atemzügen und sportlicher Gesangs-Gymnastik. Dann geht’s auch schon ab in die heimelige Gaststube, wo für’s erste ohne Publikum gelernt wird. Unterstimme, Oberstimme und dann gemeinsam. Schnell hat jeder die für sich optimale Stimmlage entdeckt. Jodler eins und zwei sitzen, ab ins Grüne zum Üben zu zweit.

„Jodeln ist Kommunikation. Und es is’ wie im Leben. Man kann nicht mit jedem. Manchmal klingt’s einfach, manchmal prickelt’s richtig, manchmal geht’s gar nicht“, weiß Elisabeth Handl. Wo die Chemie und Stimmfamilie stimmt, klingt auch der Jodler. Die schönsten Platzerl am Grasberg sind schnell entdeckt. Unterm Zwetschkenbaum, hinterm Mostkeller, vorm Stadltor, auf der Gartenbank… finden sich die jodelnden Pärchen ein und üben, und lernen, und üben… bis die Jodler sitzen und die Stimme kratzt.

Ganz schön anstrengend so ein Jodeltag. Und ganz schön großartig. Weil jodeln die Seele zum Schwingen bringt. Weil die Glücksgefühle mit jedem neuen Jodler üppiger purzeln. Und weil Kommunikation selten so schön klingt. Fortsetzung folgt, garantiert.