Stadt. Land. Leben. hat Nachwuchs bekommen und ist bis auf Weiteres in Babypause!
Handwerkskreise bietet unser Partner-Verein spür.sinn an. Bis bald!

OKTOBER 2014
Socken-Strickkurs
mit Renate Stalzer

Ein wahrhaft wolliges Handwerk: Renate Stalzer zeigt die verschiedenen Grundtechniken des Sockenstrickens – klassisch  mit Sockenspielnadeln oder neu und praktisch mit Rundstricknadeln. Gemeinsam wird gestrickt und gefachsimpelt – von der Spitze über die Ferse bis zur Stulpe, denn der nächste Winter kommt bestimmt.

Termin: Do., 23. Oktober, 18 bis ca. 22 Uhr
Ort: Handarbeiten Stalzer, Hoher Markt 29, Waidhofen/Ybbs
Kursbeitrag: Mitglieder € 25,00, Nicht-Mitglieder € 35,00, inkl. Wolle!
Mitzubringen: 5 Stück Sockenspielnadeln in der Stärke 4-4,5 oder 2 Rundstricknadeln in der Stärke 4-4,5 mit Länge 60 bis 80 cm

Nähere Informationen und Anmeldung bei Antonia Pichler unter 0664/5302498 oder post@stadtlandleben.at.

NOVEMBER 2014
Stoffdruckkurs mit Holz-Modeln
mit Lore Hirtenlehner

Altes Handwerk, neu entdeckt: Mit vielfältigen Holzmodeln und Farbe entstehen in diesem Kurs echte Unikate aus Stoff. Lore Hirtenlehner zeigt, wie Technik, Modeln und Farben eingesetzt und Motive gekonnt kombiniert werden. Vom Polster über Tischtuch und G’schirrhangerl bis zur Kochschürze – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Termin: Do., 13. November, 19 bis 22 Uhr
Ort:
Bezirksbauernkammer Waidhofen/Ybbs
Kursbeitrag: Mitglieder € 20,00, Nicht-Mitglieder € 30,00
Mitzubringen: gewaschene Stoffe in Leinen oder Baumwolle zum Bedrucken (Polster, Läufer, Taschen, Geschirrtuch…), alte Decke als Unterlage, Stoffreste zum Üben (z.B. Leintuch), Malerabdeckband 2cm breit, Maßband, Stecknadeln, ev. Küchenrolle, Zeitungen und Schürze

Nähere Informationen und Anmeldung bei Antonia Pichler unter 0664/5302498 oder post@stadtlandleben.at.

Einen Rückblick auf das rege Stadt. Land. Leben. der vergangenen Monate und Jahre finden Sie in unserem Blog.

 

Glück ist nicht käuflich, es wächst am Apfelbaum

Samstag Nachmittag. Eine bunte Blechlawine rollt über den heißen Asphalt, zieht an uns vorbei. Im Gepäck: Geballte Kaufkraft, auf dem Weg in eine Stadt, die zwar keinen Charme, dafür aber ein Einkaufszentrum hat und einen roten Stuhl und ein Glücksrad, wo jeder “Glückliche” ein paar Prozente seines Einkaufswertes zurück gewinnen kann. Woher sie kommt? Aus einer Stadt, die zwar sehr viel Charme, aber kein Einkaufszentrum und auch keinen roten Stuhl oder ein gelbes M hat. Willkommen in der gelebten Konsum-Tages-Tourismus-Hölle. Über dem Tor meist 3 Buchstaben, die sich von SCS über CCA bis zu XXX zwar semantisch unterscheiden, der Inhalt aber ist gleich: Großer Wert, kleiner Preis. Geiz ist geil. Masse für die Kasse.

Ein( )Blick in eine Wertewelt, eine entleerte Welt. Materialismus statt Persönlichkeit, Macht anstelle von Respekt, Bequemlichkeit vor Engagement.
Billig statt langlebig, Megastores statt Einkaufsläden, Massenkonzepte anstelle von Ideen…alles auf Kosten anderer Menschen in Billiglohnländern, auf Kosten der regionalen Entwicklung, auf Kosten von Rohstoffen und Natur.

Ein Rückblick auf große Worte eines großen Mannes, dem schon vor 70 Jahren die Entwicklung des Umgangs der Menschen untereinander, mit anderen Lebewesen, mit der Natur und den vorhandenen Ressourcen sauer aufgestoßen ist: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ (Albert Schweitzer). Wir alle sind Leben, inmitten von Leben, umgeben von Menschen und Ressourcen, die es zu nützen gilt, mit einem kulturellen Erbe, das es zu erhalten gilt.

Ein Ausblick auf einen möglichen Teufelskreis, der bei unseren deutschen Nachbarn bereits Realität geworden ist: Leerstehende Geschäfts- und Wohngebäude, Abzug in Ballungszentren, Überalterung, Facharbeitermangel, Betriebsschließungen, Arbeitslosigkeit, Abzug in Ballungszentren…wo sich der eine oder andere das Leben vielleicht auch anderes vorgestellt hat, als in einer Kleinwohnung im schmutzigen Randbezirk.

Ein versuchter Weitblick in die eigene Stadt: Auch hier ist bei weitem nicht alles gut, schlummert es hinter den schönen historischen Fassaden, Wohn-, Denk-und Arbeitsräume liegen brach, Potenziale bleiben ungenutzt. Es ist unser aller Auftrag hier etwas zu bewegen, unseren Lebensraum lebenswert zu erhalten, respektvoll mit vorhandenen Ressourcen umzugehen.

Wem immer noch nicht klar ist, worauf ich hinaus möchte, der beiße hingebungsvoll in einen selbstgepflückten Apfel vom eigenen Obstbaum…und lasse sich den Beitrag nochmals aufs Neue vom ersten Satz an auf der Zunge zergehen…

Autor: Antonia Lagler